Rezeptreview: Gefüllte Portobello Pilze von Jean-Christian Jury und Joerg Lehmann

Zu Weihnachten 2016 bekam ich mein bisher teuerstes Kochbuch geschenkt, es heißt „Vegan Cuisine“ und ist von Jean-Christian Jury und Joerg Lehmann. Leider bin ich bis gestern nicht dazu gekommen ernsthaft etwas daraus nachzukochen. Gestern war es endlich soweit. Ich habe mir das erste Rezept im Kapitel Vorspeisen vorgenommen.

Vegan Cuisine von Jean-Christian Jury und Joerg Lehmann

Gefüllte Portobello Pilze von Jean-Christian Jury und Joerg Lehmann

Wieso ich mich für dieses Rezept entschieden habe? Zum Einen, es war das Erste im Buch, zum Zweiten, passte die Zutatenliste wunderbar zu meinem Kühlschrankinhalt. Zwiebeln, Semmelbrösel und Petersilie habe ich generell im Haus, die einzigen „Sonderzutaten“ waren der Portwein und natürlich die Portobello Pilze die es gerade wunderschön bei uns zu kaufen gab. Dem Kochvergnügen stand an sich nichts im Wege.

Die Zubereitung war denkbar einfach, den Großteil der Zutaten im Mixer pürieren und dann das Ganze mit Semmelbröseln und Petersilie abbinden, die Portobellos mit der Masse füllen und im Backofen backen. Gleich zu Beginn machte mich stutzig, das ich die Zwiebeln im Mixer pürieren sollte. Damit hatte ich bis dato immer schlechte Erfahrungen gemacht, da die Zwiebeln bitter und unangenehm im Geschmack wurden, aber Rezept ist Rezept. Erwartungsgemäß hatte die fertige Füllmasse einen herb-bitteren Geschmack, doch ich hegte die Hoffnung, dass sich das beim Backen geben würde. Leider gefehlt, der Geschmack bliebt, selbst nachdem ich die Backzeit deutlich verlängert habe.

Fazit:

Totaler Reinfall. Weder der Geschmack noch die Konsistenz der Füllung hat mich überzeugt. Gut ich hatte etwas weniger Petersilie da, als notwendig. (Ob es das rausgerissen hätte?) Die angegebenen Backzeit von gerade mal 15 Minuten hat bei meinen zugegebenermaßen sehr großen Portobello Pilzen bei Weitem nicht gereicht.

Ich werde das gleiche Rezept am Wochenende noch einmal probieren, werde dabei jedoch die Zwiebeln zuerst in einer Pfanne glasig dünsten und erst dann pürieren. Ich habe bei meinem Erstversuch sehr viel Füllung in die einzelnen Pilze gedrückt, das werde ich beim zweiten Versuch ebenfalls anders machen. Zu guter Letzt werde ich die Pilze innen dünn mit Olivenöl auskleiden und etwas Zitronenzesten in die Füllmasse geben. Ich bin schon gespannt, ob ich damit einen Treffer lande.

Grundsätzlich halte ich sehr viel von Jean-Christian Jurys Kochkünsten, deshalb hat das Rezept auf jeden Fall noch eine Chance verdient, auch wenn der Erstversuch mit viel Wohlwollen gerade mal eine Vier ergeben hat.

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