Alltagsleben: Wie das Leben so tickt …

Langsam gewinnt der Sommer die Oberhand und das Aufstehen fällt um vieles leichter. Letztes Jahr, als ich diesen Blog erstellt habe, wurde es gerade Winter und rund um mich herum regierte das Schmuddelwetter. Warum ich euch das erzähle? Genau wie das Wetter sich wieder fängt und zur Hochform aufläuft, so fühle ich wie langsam die Sonne in meinem Leben wieder die Oberhand gewinnt.

Die Krebserkrankung (sie hatte ein Neuroplatom IV) meiner jüngeren Tochter hatte mich in ein sehr tiefes Loch gestürzt aus dem ich erst jetzt wieder herausklettere. Solange man mit Chemotherapie und was weiß ich noch alles beschäftigt ist, schiebt man die Gedanken was abläuft zur Seite.  Doch wenn die Therapie abgeschlossen ist, kommt der Schmerz, die Angst vor dem was hätte sein können oder noch sein könnte hoch. Es grenzt an ein Wunder, dass mein Kind noch lebt und es ist unwirklich was geschehen ist. Seelisch wie körperlich hat die Erkrankung meine Familie und mich an ihre Grenzen gebracht und darüber.

Die Hoffnung, dass jetzt wieder alles so sein kann wie es vor der Erkrankung war ist dahin. Ich habe bis jetzt gebraucht, dass zu verstehen. Mein Kind ist anders wie zuvor, meine Familie ist anders wie zuvor und ich bin es auch. Es ist ein neues Leben mit anderen Randparametern und ich danke dem Schicksal, dass wir dieses neue Leben haben.

Dieser Blog ist mein Anker, mein Stück Normalität weg von Krankheit, Untersuchungen, Verlustängsten. Es gibt Tage und auch Wochen, da bleibt mir nicht die Zeit und Muße aktiv zu schreiben und dennoch kehre ich immer wieder zurück und hoffe mit meinen Posts jemandem da draußen eine Freude machen zu können.

Ich danke euch allen die ihr meinen Blog besucht. Danke!

(Der gemalte Baum haben meine Tochter und ich am letzten Wochenende in ihr Zimmer gemalt)

 

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