Alltagsleben: Krebs und seine Folgen

Hallo Ihr Lieben, 

heute möchte ich euch etwas an meiner persönlichen Geschichte teilhaben lassen.

Wie manche von euch wissen, hatte meine kleine Tochter Krebs (Neuroplastom). Die Konsequenzen davon sind heute noch täglich zu spüren. Jeder Monat hält neue Überraschungen bereit, mal sind es Gute, mal nicht so Gute und zum Teil leider auch erschreckende.

Vor ihrer Erkrankung hatte ich die naive Ansicht, dass sofern sie den Krebs überstehen würde alles wieder „normal“ sein würde, doch so ist es nicht. So eine Geschichte hinterlässt Spuren, die das Leben für immer verändern. 

Meine Familie hat unheimliches Glück gehabt und ich danke dem Schicksal jeden Tag dafür, das mein Engel noch hier ist. Meiner Tochter geht es soweit wieder gut, dennoch ist viel auf der Strecke geblieben. Jeder Monat ist geprägt von Arztterminen zur Nachsorge, zur Vorsorge, zur Kontrolle, zur Sicherheit und was weiß ich aus welchem Grund. Medikamente, Blutabnahmen und Narkosen gehören für meine Tochter inzwischen zum Alltag.

Freund oder Feind?

Chemotherapie ist Heilmittel und Fluch in einem. Es ist vergleichbar mir einem verzweifelten Kämpfer der im Körper des Patienten wild um sich schlägt und alles umbringt und verletzt was ihm in die Quere kommt. Leider betrifft dieser Rundumschlag Freund wie Feind, so dass sobald alle Feinde dahingerafft sind fast ebenso viele Freunde verarztet oder beerdigt werden müssen.

Im Fall meiner Tochter ist der Magen-Darmtrakt neben einigem anderen betroffen. Konsequenz daraus ist, dass ihre Ernährung laktosearm, fruktosearm und glutenfrei sein sollte. Es ist ein stetige Herausforderung ihr Gewicht im Griff zu behalten, damit sie nicht abmagert. Sobald sie etwas isst das nicht den Regeln entspricht verliert sie unglaublich schnell an Gewicht, das sie mühevoll zurückgewinnen muss. 

Durch das Erlebte misstraut mein Kind allem Essbaren, das sie nicht sofort erkennt. Es ist entsprechend schwer etwas Neues (insbesondere vitaminreiches) in ihre Ernährung zu integrieren. Für den Rest der Familie ist das natürlich auch schwierig, die wenigsten wollen immer und immer wieder das Gleiche essen und ständig Abstriche machen. Für jeden unterschiedlich zu kochen ist für mich jedoch dauerhaft auch keine Option.

Wie geht´s weiter?

Neben den Rezepten die ich euch hier auf meinem Blog vorstelle, möchte ich euch zukünftig Ideen vorstellen wie ihr mir schwierigen Bedingungen rund um das Thema Essen umgeht z.B. Wie ihr Rezepte abwandeln könnt. Worauf es bei verschiedenen Ernährungseinschränkungen ankommt und wie ihr (ganz WICHTIG!) den Spaß am Kochen nicht verliert. 

Ich werde ab sofort die Kommentarfunktion wieder aktivieren um besser mit euch in Kontakt zu kommen. Bitte berücksichtigt wenn ihr diese nutzt die entsprechenden Datenschutzhinweise. 

Liebe Grüße

Kerstin